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Power of Love

Spielfilm, Thriller • 22.04.2026 • 22:05 - 23:45
In der Abgeschiedenheit der finnischen Wildnis spitzen sich die Konflikte um Macht, Begehren und soziale Erwartungen gefährlich zu.
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Saara (Saara Kotkaniemi) ist zunehmend unzufrieden mit der Rollenverteilung in der Beziehung. Konfrontiert mit Unsicherheiten und alten Konflikten, weitet das Paar die Grenzen der Liebesspiele gefährlich aus.
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Nachdem Robert (Nicola Perot) in einem Sexspiel eine Grenze überschritten hat, will Saara (Saara Kotkaniemi) die Machtverhältnisse umdrehen – ohne Rücksicht auf das Sicherheitsgefühl ihres Partners.
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Der Besuch von Saaras (Saara Kotkaniemi, 2.v.r.) Mutter Pirjo (Outi Mäenpää, 2.v.l.) wirft die Machtdynamik des jungen Paares durcheinander. Mit ihren Bemerkungen trifft sie empfindliche Punkte in der von Selbstzweifeln geprägten Beziehung.
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Originaltitel
Power of Love
Produktionsland
D, FIN
Produktionsdatum
2023
Altersfreigabe
16+
Spielfilm, Thriller
Saara und Robert geben sich als modernes Paar ohne feste Rollenmuster: Saara macht Karriere in der Krebsforschung, Robert kümmert sich um Alltag und Haushalt und schreibt an seiner Doktorarbeit. Ihr Beziehungsalltag bleibt abwechslungsreich: In wechselnden Rollen erproben beide Dominanz und Unterwerfung. Ein Arrangement, das ihnen Nähe, Reibung und Kontrolle zugleich ermöglicht. Für den Sommer ziehen sie sich in die finnische Wildnis zurück, in die abgelegene Hütte von Saaras Mutter. Schon auf der Reise verschiebt sich die Dynamik: Robert übernimmt das Kommando, Saara fügt sich, als würde das Paar plötzlich in traditionelle Muster zurückfallen. Beim Besuch der Mutter gerät die Inszenierung jedoch schon ins Wanken. Die Beobachtungen und Bemerkungen von Saaras Mutter treffen empfindliche Punkte und legen Spannungen frei, die bislang überdeckt waren. In der Abgeschiedenheit der Hütte dann eskalieren die Konflikte. Zwischen Begehren und Selbstzweifeln wird aus dem Spiel ein Kampf um Deutungshoheit und Sicherheit. Nach einem Streit überschreitet Robert in einem Sexspiel eine Grenze, woraufhin Saara versucht, die Machtverhältnisse zurückzudrehen, und dabei so weit geht, dass Robert jegliche Sicherheit verliert. Jonas Rothlaender, 2016 mit dem Max Ophüls Preis für die beste Regie ausgezeichnet, führt mit "Power of Love" seine Auseinandersetzung mit romantischen Beziehungen und Männlichkeitsbildern fort. Wie zuvor in "Das starke Geschlecht" (2021) und "Fado" (2016) untersucht er geschlechtsspezifische Stereotype in heterosexuellen Beziehungen als performative Gefüge aus Macht, Begehren und sozialen Erwartungen.